Dacharbeit und Sonnenschein

Wir haben sonnige Tage hinter uns und nach Gebibber und teilweise 4 Grad ist es plötzlich sehr warm geworden. Das macht das Essen und Leben im Freien sehr angenehm und das stundenlange Arbeiten auf dem Dach zu einer heißen Angelegenheit. In den letzten Wochen war das Wetter oft unbeständig und wir haben viel an der Fassade gearbeitet oder tageweise die Planen vom Dach genommen, was pro Tag bis zu drei Stunden gedauert hat. Jetzt konnten wir das Dach ein paar Tage lang ganz offen lassen und sind gut vom Fleck gekommen.

Schon während der Tagung wurde mit dem Verlegen vom Kork auf dem Dach begonnen, der bisher in zwei Lagen auf dem Dach lag und von dem wir eine Lage wiederverwenden. An vielen Stellen haben wir die Plastikfolie darunter entfernt und Latten verlegt, um alles auf eine Höhe zu bekommen. Damit sind wir in den letzten Tagen fürs erste fertig geworden. Über den Kork haben wir begonnen die Dampfsperre zu verlegen und vor allem zu verkleben, die verhindert, dass die Feuchtigkeit von Innen in die Dämmung gelangt. Über die Folie kommen dann flexible Holzfasermatten, wie auch an der Fassade.

Wanja hat inzwischen einige Sparren ausgetauscht und in der Kehle (die Stelle, wo das Dach des Haupthauses und des Saals aufeinanderstoßen) einen neuen Sparren eingesetzt. Die Dachfenster sind schon länger ausgebaut und inzwischen sind fast alle Dachfensterauswechslungen vergrößert.



Da wir vier bis sechs Menschen waren, konnten wir an mehreren Arbeitsschritten gleichzeitig arbeiten und waren vor allem flink beim Dach abplanen, als plötzliche Gewitter und Schauer kamen. Besonders haben wir uns über den Besuch von Aaron und Matthias gefreut, die schon auf der Tagung begeistert auf dem Dach unterwegs waren und jetzt sehr spontan mit dem Fahrrad zu uns kamen. Aaron hat außerdem unsere Tomaten eingepflanzt und unserem Garten zu erster Schönheit verholfen.


Inzwischen setzten wir uns ein Mal in der Woche zusammen - bisher Abends am Feuer - und besprechen die vergangene Woche, Dinge, die wir verbessern wollen, sowie die nächsten Arbeitsschritte. Es ist gut in Ruhe zu hören, wie die Einzelnen das Arbeiten und Zusammenleben empfinden und auch Konflikte zu klären. Außerdem fragen wir die Menschen, die dazu kommen, was sie erwarten und lernen möchten.

Heute hatten wir einen freien Tag, den wir sehr genossen haben. Unter anderem lagen wir auf einem Stein am Lac Blanc und haben ausgiebig gefrühstückt. Auch das ein oder andere Liegengebliebene wurde erledigt, wie Aufräumen, Steuererklärung und Socken stopfen :)

Danke an alle, die uns unterstützen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0