Frühlingsvorboten

Die letzten Tage ist der Himmel blau, der Schnee taut nach und nach weg und die Vögel singen ausgiebig. Gestern hatten wir freien Tag und sind, nach einem langen Frühstück, in der Sonne spazieren gegangen. Der Frühling kündigt sich an, auch wenn es noch viele Schneefelder gibt. Auf dem Bild könnt ihr hinter Aglaia das Oberlinhaus in seinem neuen Kleid sehen.

Vor einigen Tagen sind wir mit der letzten und kompliziertesten Fassade fertig geworden und haben den letzten großen Schwung Gerüst zurück gebracht.

Besondere Aufmerksamkeit haben die windschiefen Flächen am Erker des Saals gefordert. Die waren vorher einfach mit dachpappe bedeckt, die rot angestrichen war. Wir haben die bretter alle an der Unterseite eingesägt, um sie besser biegen zu können und haben jetzt eine windschiefe Fläche, die mit Holz verkleidet ist. Das ist jetzt geschafft und ihr könnt euch das Ergebnis anschauen.

Wenn ihr also jetzt ums Oberlinhaus geht, sieht es schon fast fertig aus. Heute haben wir begonnen das letzte Stückchen Dach zu decken, das vor dem Winter nicht fertig geworden ist, wir dürfen also nochmal Schiefer klopfen, zuschneiden und festnageln.


Insgesamt ging die Arbeit ruhig und konzentriert weiter, wie Anfang des Jahres. Wir haben die über 30 Dachfenster von innen ausgedämmt, die Dampfsperre verklebt und die Fensterleibungen eingebaut. Jetzt sind gerade die Blendrahmen um die Fenster dran, alles Arbeit, die sehr exakt sein muss. Wir haben zur Vorbereitung über 100 Lappen zugeschnitten, um alles ölen zu können und Wanja hat unzählige Lamelos verbraucht - eine Art ovale Dübel. Die Fensterleibungen sind richtige Schmuckstücke in den Zimmern und nach und nach verschwinden auch Löcher und Lücken in der Innenverschalung.

Hier ein paar Bilder für euch:

Uns geht es gut und wir arbeiten weiter an allen möglichen großen und kleinen Ecken, stellen nach und nach alles fertig. Dabei ist das Haus rappel voll und wir müssen uns gut koordinieren, wenn wir Dreck machen oder in den Zimmern arbeiten wollen. Es sieht so aus, als würden am Schluss gar nicht so viele Kleinigkeiten übrig bleiben, die noch zu machen sind, weil wir sie immer wieder zwischendurch erledigen.

Unser Schluss-Finanzloch ist doch etwas größer, als gedacht, aber wir sind da sehr zuversichtlich. Es kommen immer wieder unerwartete Spenden, z.B. von einer Gruppe, die im Frühsommer hier war und im Oktober sehen konnte, was alles seitdem passiert ist.

Wir sind weiter meist zu fünft, haben aber immer wieder tageweise Besuch und Verstärkung. Über Ostern kommt dann das ganze OberlinImpuls-Team zusammen und wir bereiten die Pfingsttagung vor und bearbeiten einige interne Themen. Bestimmt stehen wir auch immer wieder vor Ecken des Hauses und betrachten unsere Arbeit.

Heute verbleibe ich so kurz.

 

Wir grüßen euch ganz lieb!

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