Erde und Nahrun, Geben und Nehmen

Pfingsttagung, Juni 2011

"Wir fuhren alle zusammen von Freiburg mit einem Reisebus zum Oberlinhaus in die Vogesen. Ein paar von den lieben Vorbereitern/Helfern waren schon früher mit dem Auto vorausgefahren und hatten uns ein leckeres Essen gekocht, mit dem wir unsere hungrigen Mägen füllten. Es waren altbekannte und neue Gesichter zu sehen. Jeder Tag wurde mit dem Kultischen Abendabschluss beendet, danach konnte man schlafen gehen oder noch zum Nachtcafe gehen, um 23 Uhr war Nachtruhe. Jeden Morgen wurden wir von den Helfern um 7:30 Uhr mit Gesang geweckt. Um 8 Uhr war dann der Kultische Morgenbeginn und anschließend gab es gleich das Frühstück, mit knusprigem Müsli, Joghurt, Äpfeln und Bananen und Brot mit verschiedenen Aufstrichen z.B. Marmelade und Honig.


Im Plenum wurden verschiedene Impulsreferate zu unserem Thema gestaltet, es war sehr interessant und informativ. In kleinen Gesprächsgruppen konnten wir anschließend darüber diskutieren. Man konnte sich so richtig mit dem Thema auseinandersetzen, Fragen stellen, nach Antworten suchen, was oft nicht so einfach war und man stieß dabei auf noch mehr Fragen. Dieses Mal gab es bei den Gesprächsgruppen noch eine Alternativ Gruppe. Diese ging nach Draußen und beschäftigte sich mit den verschiedenen Sinnen, sprach aber auch über das Thema. Nach dem Mittagessen war Mittagspause, in der es dann leckeren Kuchen gab. Wir haben verschiedene Esskulturen selber ausprobiert wie z.B. ohne Besteck, nur mit den Fingern essen, so wie es z.B. in Indien gemacht wird. Man benutzt nur die rechte Hand, die linke Hand bleibt unter dem Tisch, da diese als „unrein“ gilt, weil sie auf der Toilette benutzt wird. Die rechte Hand nimmt das Essen mit Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und eventuell auch mit dem Ringfinger, aber nicht mit dem kleinen Finger. Die Finger dürfen nur bis zum ersten Gelenk mit Essen in Berührung kommen. Man knetet das Essen zu kleinen Bällchen, die man sich in den Mund schiebt ohne dabei mit den Fingern die Lippen zu berühren. Auch das Abschlecken der Finger ist nicht erlaubt, diese werden nachdem man die Mahlzeit beendet hat am Waschbecken gewaschen. Ein anderes Mal haben wir versucht nach „Knigge“ zu essen. Da gibt es vielleicht viele Regeln!


Nachmittags konnte man sich eine von vier Interessengruppen aussuchen, in der man sich in den folgenden Tagen beschäftigte. Es gab Landart, Zirkus, Zeichnen und eine freie Gesprächsgruppe ohne ein bestimmtes Thema, in der man über alles sprechen konnte. In den Pausen hatte man Freiraum für eigene Interessen, wie z.B. Tischtennis spielen.

Ein Mal haben wir alle zusammen gekocht, es wurden Salat, Hauptgericht, Nachspeise und Cocktails zubereitet, mit jeder Menge Spaß. Es entstand ein superleckeres Festessen. An einem Abend gab es selbstgemachte Pizza, die draußen im Pizzaofen gebacken wurde. Sie hat knusprig lecker geschmeckt. An fast jedem Tag gab es lustige Spiele und wir sangen schöne Lieder. Auch gingen wir zusammen spazieren und hatten Spaß beim Volkstanz, sowie eine Nachtwanderung unter sternklarem Himmel wurde unternommen. An den Abenden saßen wir oft draußen am Lagerfeuer und hatten es gemütlich. Am Tag vor der Abreise gab es einen bunten Abend, der dann auch sehr schön und lustig wurde. Danach war Kaminabend und es wurde ein Feuer im offenen Kamin angezündet. Wir konnten es uns auf Matratzen davor bequem machen, singen, reden und einfach nur die schöne Stimmung genießen, die in der gesamten Tagungszeit sehr harmonisch, fröhlich, ausgelassen und entspannt war. Am letzten Tag wurde das Haus zusammen geputzt und anschließend trafen wir uns alle nochmal im großen Saal, um uns zu verabschieden, denn einige blieben noch ein paar Stunden länger, um die letzten Sachen zu erledigen. Die anderen gingen mitsamt Gepäck zum Reisebus und fuhren nach Freiburg, wo wir dann auseinander gingen.


Ich denke dass jeder gerne an die schöne Zeit im Oberlinhaus denkt und die Tagung in schöner Erinnerung behält. Manche wird man sicherlich auf der nächsten Tagung wiedersehen."


Geschrieben von Miriam Bergmann, Teilnehmerin