Neujahrstagung 2012: Meine, Deine und Unsere Grenzen

zwischen Schutz und Einschränkung

Es war wieder eine ganz besondere Tagung, vielen Dank an alle die mit waren und dazu beigetragen haben! Wir haben uns intensiv mit Grenzen aller Art beschäftigt: sind an körperliche Grenzen gekommen, haben gespürt wo wir aufhören und die Natur um uns beginnt und uns gefragt warum und wie weit wir uns abgrenzen müssen um eine eigene Identität zu bilden... Wir haben zwei eigene Staaten gegründet und uns dann überlegt wie und ob sie zusammenpassen, haben in einem Parlament mit verteilten Rollen diskutiert um zu sehen wie sich die Grenzen verschieben (lassen) und von verschiedenen Blickwinkeln aus wo anders verlaufen, und natürlich viel Spaß miteinander gehabt, gut gegessen, gesungen und die Natur genossen.
Hier sind nun noch einige Eindrücke in Form kurzer Gedichte die in der Interessengruppe Kreatives Schreiben entstanden sind.


Bei Regen, Schnee und Hagelschauern
Schützten uns des Hauses Mauern;
Viel' Grenzen haben wir durchdacht,
so manch ein Türchen aufgemacht
um neuen Zäunen aufzulauern.                 Margarete Killian



Es singt im ganzen Haus
Vom Morgen bis zur Nacht.
Im Kultus und auch aus-
serhalb wird viel Musik gemacht.
Mit Stimmen oder Kochgerät,
Klavier und Besenstiels:
Was Luft und Herz mit Schwingung lädt,
Gilt als das Ziel des Spiels.                        Nikolaus Killian



Viel unterschiedliche Gerüche
schweben durch Nas' und Luft,
Alsbald der Gong uns ruft'
Zu genießen, was aus der Küche
Verströmte seinen Duft.                             Maren Wegner



Singen, Singen, alle singen,
Jeden kann man dazu bringen.
Dabei geben alle Gas:
So macht das Leben Spaß!                      



Karten spielen ist so lustig,
Wenn du verlierst dann ist es frustig.
Doch es ist viel schlimmer,
Wenn du bist noch dümmer
Und spielst nicht mehr mit,
Das ist nicht der Hit!                                  



Spielen, reden, singen,
Tanzen, lachen, springen -
das kann Glück dir bringen!                        Mattea Schorr



Beim Spaziergang durchgefroren
Hat's so manche Mütz' verweht
Über Stein und Pfütz' gehüpft
Triefend nass den Berg erkoren
Frei jauchzend hat's mein Herz gelüpft -
Im Schnee die Wies hinab gerannt, gelebt.         



Schneeball ins Gesicht bekommen,
Ist man kurz benommen
Doch gewinnt der Spaß
In dem kühlen Nass.                                      Selma Kniehl



Das Parlament

Hoch gingen die Wogen
In ihren festen Positionen.
Man hörte die Realitäten
Die Grenzen der anderen zermahlen.
Da tauchte es aus dem Untergrund
Die Welt ist Bunt.                                           Ingo Möller



Leute werden zu Menschen
Menschen werden zu Mitmenschen
Mitmenschen werden Freunde                      Mattea Schorr